Montag, 20. März 2017

1947 - Sprotverein Häslach


Der TV/Turnverein Häslach hieß in den Jahren 1946 bis 1960, „Sportverein“. Und das nicht freiwillig. Wie viele Vereine in unserem Land hatte der TV, seit seiner Gründung, am 03. August 1903, im Gasthaus „Adler,“ durch die beiden Weltkriege im vergangenen Jahrhudert, eine wechselvolle Geschichte. Aus dem  ersten Krieg, 1914 – 1918,  waren sechs, nach dem Zweiten, 1939 – 1945, 15 Mitglieder, nicht wieder zurück gekehrt. Sie waren gefallen oder vermisst gemeldet. Zweimal musste der TV neu gegründet werden. 1920 gab es einen Neustart. „…am 1. Mai 1946 traf  man sich im „Adler“, um den Verein neu zu gründen. Allerdings nicht als Turnverein, weil die bestehende Besatzungsmacht eine Turnsperre verhängte, sondern als „Sportverein Häslach“. Heinrich Roth, der bereits von 1938 dem Verein vorstand, übernahm den Vorsitz.“ (aus: 100 Jahre TV Häslach 1905 e. V.). 1960, als durch den damaligen Lehrer, Herrn Kurt Deile, das Turnen wieder zum Schwerpunkt
 Geworden war, erhielt der Verein wieder den ursprünglichen Namen „Turnverein“.
Das abgebildete Foto stammt aus den ersten Nachkriegsjahren, eventuell von 1947, vor der Währungsreform am 21. Juni  1948.
Die elf Fußballspieler tragen noch keinen einheitlichen Dress. Einige Spieler sind in den Trikots der Vorkriegszeit, mit blau/gelben Karos zu sehen zu sehen, einige in schwarz/gelb gesteiften Trikots der Nachkriegszeit. Sporthosen und Strümpfe sind verschieden. Jeder trug das, was er hatte. Das Geld war wertlos geworden, Waren kaum zu haben. Neues gab es am ehesten über Tauschhandel, sofern man etwas zum Tauschen hatte. Wichtiger als diese ganzen Umstände war die Freude am gemeinsamen Sport und Spiel. Der Verein startete wieder neu durch.
Auf dem Foto sehen wir, von links stehend: Christian Trautwein, Julius Schölkopf, Walter Gaiser, Walter Müllerschön (Bäcker), Hermann Schölkopf, Richard Ihle, Gotthilf Rebmann, Arthus Welsch. Vorn: Robert Roth (Robel), Hans Häfner, Ludwig Hauser.

Bildertanzquelle: Soja Müllerschön

Montag, 13. März 2017

1930er / 1951/2 - D’Bachbruck“


1930er – „D’Bachbruck“



1950/51 – Ende der „Bachbruck“



Die mittlere und jüngere Generation, vor allem aber Neubürger, werden sich fragen, was es
sich  mit der „Bachbruck“ = Bachbrücke auf sich hat, da weit und breit im Ortsteil Walddorf keine Brücke und kein Bach zu sehen sind. Den Bach, sogar zwei Bäche, gibt es noch, allerdings nicht mehr offen sichtbar. Beide fließen sie seit über sechzig Jahren, in Betonröhren eingedolt, unter der Erde durch Walddorf. Der Mühlbach, der vom Schlatt kommend, entlang der Dettenhauser Straße, in Richtung Friedhof, den Ort durchzieht und der kleinere Weiherwiesenbach, aus den Weiherwiesen, von dem die Bachstraße ihren Namen hat. Einer Brücke bedarf es seither nicht mehr.
Auf dem ersten Foto, aus der zweiten Hälfte der 1930er, schauen die beiden Mütter mit ihren Kindern über die Bachbrücke in den offenen Mühlbach. Das zweite Foto zeigt dieselbe Stelle 1951/2. Die Steinmauer zur Begrenzung der Brücke zum Bach hin, ist noch dieselbe. Ihre Tage aber sind gezählt. Der Bagger ist bereits am Werk, die Betonrohre zur Eindolung liegen schon bereit.

Bildertanzquelle: Sammlung Schaal


Montag, 6. März 2017

1936 - Konfirmation



An den Sonntagen vor  Ostern und Palmsonntag finden in unserer Gemeinde traditionell die Konfirmationen statt. Demnach sind es März, selten April – Sonntage. Vergangenen Sonntag, 06. März, Sonntag Invokavit, wurde in der Häslacher Kirche Konfirmation gefeiert, kommenden Sonntag, 13. März, Sonntag Reminiszere, wird in der Walddorfer Kirche Konfirmation gefeiert. Unsere Konfirmandin auf dem heutigen Foto, A. H., wurde im März 1936 in Häslach konfirmiert. Sie repräsentiert das Aussehen einer Konfirmandin ihrer Zeit. Bis zur Konfirmation trugen die Mädchen zwei lange Zöpfe, die zur Konfirmation mit schwarzen Zopfmaschen gebunden und geschmückt waren. Der Mittelscheitel weist auf ein, auf Frömmigkeit bedachtes Elternhaus, hin. Die Rocklänge des schwarzen Konfirmationskleides endet kurz über dem Knöchel. Einige Jahre zuvor trugen Mädchen und Frauen noch Knöchellange Röcke. Wenige Jahre später durften die Röcke wadenlang sein, mussten aber auf jeden Fall die Knie bedecken.

Bildertanzquelle: Irene Häusler

Montag, 27. Februar 2017

2017 – Ortskernsanierung Walddorf


Die Gegenwart von heute ist die Geschichte von morgen. Dieser Test - Mini – Kreisel, wo Stuttgarter Straße, Hauptstraße und Talbrunnenweg  in Walddorfs Ortsmitte zusammenkommen, wird bald Geschichte sein. Das heißt, wie aus der Presse vom Rathaus zu erfahren ist, wird 2017 die Testphase vorüber sein. Anstelle des bisherigen, wird es einen großen Kreisel geben. Der Talbrunnenwag, als neue Kreisstraße, soll 2017 ausgebaut Werden.



Bildertanzquelle: Erika Armbruster, Aufnahme vom 14. 09. 2017